IEA DHC Annex TS1: Nutzung von Niedertemperatur-Fernwärme zur zukünftigen Energieversorgung


Ziel
Der IEA DHC Annex TS1: Nutzung von Niedertemperatur-Fernwärme zur zukünftigen Energieversorgung (engl. Arbeitstitel: „Low Temperature District Heating for Future Energy Systems„) ist ein dreijähriges internationales Forschungsprojekt der Internationalen Energieagentur (IEA). Bis weilen sind 12 Forschungsinstitutionen aus 12 Ländern beteiligt.

Ziel dieses Forschungsvorhabens ist die Identifikation ganzheitlicher und innovativer Ansätze zur kommunalen Wärmeversorgung auf Basis regenerativer Energiequellen oder Abwärme aus Industrieprozessen (Niedertemperaturquellen). In diesem Rahmen sollen die Etablierung von Fernwärmesystemen, sowie die Weiterentwicklung effizienter Technologien vorangetrieben werden. Den Kern der Forschungsaktivitäten bilden die Gebäudeheizung und Trinkwarmwassererzeugung unter der Verwendung von Fern- und Nahwärmesystemen. Die Versorgung mit Fernkälte soll zwar beachtet aber nur zweitranging betrachtet werden. Eine internationale Expertengruppe beleuchtet und diskutiert vor diesem Hintergrund die vielschichtigen, technischen Aspekte dieser Versorgungstechnologie.

Die Arbeiten des Projekts konzentrieren sich insbesondere auf technologische Aspekte der Niedertemperatur-Fernwärmeversorgung kommunaler Versorgungssysteme. Hierbei erfolgt die ganzheitliche Betrachtung und Bewertung –von der Erzeugerseite bis zur Verbraucherseite- bestehender Systeme und künftiger Systeme. Als wissenschaftliche Grundlage zur Erarbeitung von Bewertungsmethoden dient die sogenannte exergetische Methode. Anhand dieser ist die effiziente und bedarfsangepasste Versorgung möglich (z.B. bei unterschiedlichen Temperaturniveaus). Die Realisierung erfolgt anhand ausgewählter Fallstudien, sogenannter „Case Studies“. Längerfristiges Ziel der Ergebnisse des Projektes ist die Umstellung der Versorgung auf zu 100 % aus regenerativen Energiequellen bezogener Wärme.

Das Forschungsvorhaben dient neben der Realisierung der genannten Ziele insbesondere als Plattform für den internationalen Erfahrungsaustausch und der Vernetzung. Im Rahmen weiterer Aktivitäten soll ein Handbuch erarbeitet werden, welches insbesondere Planern und Entscheidungsträgern als Handlungshilfe dienen soll.

Fotos / Grafiken


  
 
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