IEA EBC Annex 64: Optimierung der kommunalen Versorgung basierend auf Prinzipien des Niederigexergiekonzeptes


Motivation
Städte und Kommunen sind verantwortlich für bis zu 30% des Endenergieverbrauchs, hauptsächlich wird diese Energie zum Heizen und Kühlen von Gebäuden eingesetzt. Diese Energie wird maßgeblich durch die Verbrennung fossiler Energieträger bereitgestellt, was zu Treibhausgasemissionen führt. Nationale und internationale Abkommen, wie beispielsweise die europäischen 20-20-20-Ziele oder das Kyoto-Protokoll reglementieren den Treibhausgasausstoß. Obwohl der Klimaschutz bereits einen hohen Stellenwert einnimmt und viele innovative Lösungen umgesetzt wurden, bietet die kommunale Versorgung weiterhin großes Optimierungspotenzial.

Ziel
Der IEA EBC Annex 64: Optimierung der kommunalen Versorgung basierend auf Prinzipien des Niederigexergiekonzeptes (engl. IEA EBC Annex 64 „LowEx Communities: Optimized Performance of Community Energy Supply Systems with Exergy Principles „) ist ein dreijähriges internationales Kooperationsprojekt der Internationalen Energieagentur (IEA) im Programm Energie in Gebäuden und Kommunen (EBC). Bisher sind Mitglieder aus 12 Ländern beteiligt.

Auf kommunaler Ebene stehen unterschiedliche erneuerbare Energiequellen zur Verfügung. Diese Energien sind durch hohe Fluktuationen und unterschiedliche Qualitäten gekennzeichnet: z.B. Photovoltaik als Strom (Hohe Energiequalität: Hoher Exergiegehalt) oder Niedertemperaturwärme (Geringere Energiequalität: Niedriger Exergiegehalt) aus erneuerbaren Energiequellen. Niedertemperaturquellen mit vergleichsweise geringerer Energiequalität (LowEx) sind von besonderem Interesse, da diese Versorgung aufgrund geringer Temperaturdifferenzen sehr effizient ist. In diesem Kontext stellt besonders die bedarfsangepasste Nutzung dieser "Niedrigexergiequellen" eine große Herausforderung dar. Zur Lösung dieser Herausforderungen ist die Identifikation von Einsparpotenzialen und Synergien durch die ganzheitliche Betrachtung der auftretenden Energieströme notwendig. Die Anwendung des Niedrigexergieansatzes ist hier von besonderer Bedeutung. Dieser trägt zur Identifikation verschiedener Energie-Qualitätsstufen bei. Aus der Anwendung dieses Ansatzes können somit geeignete Strategien und Technologien abgeleitet werden, welche die Nutzung von Niedrigexergiequellen fördern und zu einer Erhöhung des Einsatzes an erneuerbaren Energien führen.

Im Rahmen des neuen EBC Projekts " Annex 64 „LowEx Communities " erfolgt die Adaption und Weiterentwicklung innovativer Technologien, welche zu einer effizienten kommunalen Versorgung beitragen. Basierend auf dem Niedrigexergieansatz ist es das Ziel kostengünstige sowie emissionsarme Versorgungskonzepte durch die effiziente Ausnutzung regenerativer Energiequellen zu entwickeln.

Fotos / Grafiken


   
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  Abb. 2  Abb. 3


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