Fraunhofer ISE, Fraunhofer IBP und RWTH Aachen präsentieren Lösungsansätze zu netzdienlichen Gebäuden im Rahmen der “International Conference Future Buildings & Districts” (CISBAT).

Presseinfo zu Workshop „Grid-supportive buildings“



12.04.2016
Workshop: Netzdienliche Gebäude und Quartiere auf den Berliner Energietagen
Ort: Fachmesse Energie-Impulse – 10623 Berlin

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Netzreaktive Gebäude

Verbundvorhaben Netzreaktive Gebäude – Ganzheitliche Bewertung von Bauphysik und Gebäudeenergiesystemen einschließlich ihrer Rolle in der Energiewirtschaft – Energie, Exergie, Leistungsbezug und –abgabe


Beschreibung des Vorhabens

Das Thema „Energiewende“ ist eines der zentralen Themen derzeitiger Diskussionen. Im Zuge der Energiewende wird die Energieversorgung weg von einer zentralen und konventionellen Versorgung (d.h. fossile Brennstoffe) hin zu einer dezentralen und auf regenerativen Energien basierenden Energieversorgung angestrebt.

Der Gebäudesektor ist für rund 40 % des Endenergieverbrauchs in Deutschland verantwortlich. Daher sind eine Bedarfsoptimierung sowie eine Steigerung der Effizienz der Gebäude und der Versorgungsnetze dringend erforderlich.

Eine Möglichkeit besteht in der Einspeisung von erneuerbarer Energie. Doch die Einspeisung der nicht-regelbaren und fluktuierenden erneuerbaren Energien in das kommunale Versorgungsnetz bringt besondere Herausforderungen mit sich. Die erhöhte Fluktuation von Angebotsüberschuss und Versorgungsengpässen aus Wind- und Solarenergie im Strombereich stößt in den Netzen schon jetzt an ihre Grenzen.

Diese Engpässe könnten zum einen durch die Verwendung von Speichern und zum anderen durch sogenannten „Lastverschiebungsmaßnahmen“ behoben werden. Da die Speicherung oftmals mit technischen Problemen verbunden ist, muss nach Alternativen Ausschau gehalten werden.

Als sogenannte „Lastverschiebungsmaßnahme“ ist der Einsatz von Wärmepumpen und der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) geeignet. Mit Hilfe dieser Maßnahmen ist es möglich, den Überschussstrom gezielt auch zu einem späteren Zeitpunkt zu nutzen. Zur Regelung dieser Maßnahmen können intelligente Stromnetze (Smart-Grids) herangezogen werden.

Mit dieser Herausforderung beschäftigt sich ein Forscherteam des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE (Projektkoordination), in enger Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP und dem EON Research Center im Rahmen des vierjährigen Forschungsprojektes „Netzreaktive Gebäude“.


Beteiligte und Ansprechpartner

Projektkoordination
 
Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE)
Abteilung Thermische Anlagen und Gebäudetechnik
Gebäudeanalyse und Umweltenergiekonzepte
RWTH Aachen
E.ON Energy Research Center (E.ON ERC)
Lehrstuhl für Gebäude- und Raumklimatechnik
Fraunhofer-Institut für Bauphysik (IBP)
Abteilung Energiesysteme
Niedrigexergiesysteme
Ansprechpartner
Konstantin Klein, M.Sc Dr. Rita Streblow Marlen Schurig